Jede Stadt an der Westküste Nordamerikas benötigte um die Wende des 20. Jahrhunderts, während der großen Zeit des Eisenbahnbaus, eine Eisenbahnverbindung. Zu dieser Zeit war San Diego eine winzige Hafenstadt, und die Gründer der Stadt, die Unternehmer waren, beschlossen, dass die Stadt eine direkte Kommunikationsverbindung mit ihrem nördlichen Nachbarn Los Angeles brauchte. Daher wurde die Entscheidung getroffen, die Eisenbahnstrecke San Diego–Arizona zu bauen.

Kurz nach Baubeginn stellten die Ingenieure fest, dass eine Reihe komplizierter technischer Rätsel gelöst werden mussten, um eine Eisenbahnverbindung in El Centro zu entwickeln. Das Gelände war äußerst anspruchsvoll: tiefe Täler, Schluchten und mehrere gefährliche Bergketten mit unpassierbaren, massiven Steinen.

Da die Aussicht auf einen erfolgreichen Abschluss der Arbeiten so gering war, erhielt die Baustelle den Spitznamen „Unmögliche Eisenbahn“. Der Spitzname war äußerst erfolgreich.

Trotz dieser Hindernisse gelang es ihnen, den Bau im Jahr 1919 fertigzustellen. Um den höchsten Berg, der 17 km lang ist, zu überwinden, bauten die Bahnarbeiter 20 Überführungen und 17 Tunnel mit einer Gesamtlänge von 800 Metern.

Aufgrund des hohen Erdbebenrisikos in der Region war die Aufrechterhaltung des guten Betriebszustands der zahlreichen Tunnel und Überführungen der Eisenbahn ein anspruchsvolles und kostspieliges Unterfangen. Einer der Tunnel wurde durch das Erdbeben von 1932 beschädigt.

Die Ingenieure entschieden sich für einen anderen Weg entlang des Bergrückens. Doch schließlich wurde es unumgänglich, eine Brücke über den Goat Canyon zu bauen, ein steiles Seitental.

Der längste, höchste gebogene Holzpier, der jemals in den Vereinigten Staaten gebaut wurde, besteht aus Holzgerüsten, die einst gebaut wurden und noch heute in betriebsbereitem Zustand sind. Mit einer Länge von über 180 Metern und einer Höhe von 54 Metern in der Mitte ist die Überführung eine atemberaubende technische Meisterleistung.

Der letzte San Diego-Personenzug verkehrte am 11. Januar 1951 auf dieser Strecke. Der

Tropensturm Kathleen im September 1976 verdeckte einen Großteil der Eisenbahn- und Straßeninfrastruktur und machte es unmöglich, die Strecke für andere Zwecke zu nutzen.

Das Ausmaß der Schäden ist so enorm, dass die Bahn derzeit gesperrt ist.

Heute zieht es Abenteurer und Fans verlassener Orte zu verlassenen Bahngleisen. Sie begeben sich auf einen spannenden 22 Kilometer langen Ausflug durch die Wüstenlandschaften.